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Kolumne Dungeonfinder
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Was wäre, wenn es den Dungeonbrowser nicht geben würde?

Was wäre wenn… das Rad nicht erfunden worden wäre? Es den Klimawandel nicht gäbe? Ich heute Millionärin wäre? Interessante Fragen, die man mit ein wenig Überlegung und Phantasie sicherlich diskutieren könnte. Es gibt noch so viele Themen, die ich mir des Öfteren schon habe durch den Kopf gehen lassen. Dazu gehören auch zahlreiche Dinge, die mein Lieblings-Spiel World of Warcraft betreffen. Da diese durchaus interessant sind – zumindest für mich und vielleicht auch für den ein oder anderen da draußen – starten wir heute eine neue Kolumnenreihe: „Was wäre wenn?“.

Hinweis: Es handelt sich hierbei um meine eigene Meinung. Mir ist bewusst, dass zahlreiche Spieler diese nicht teilen, aber vielleicht überlegt der ein oder andere bei meinen Worten doch einmal seinen Standpunkt.

Unser erstes Thema: Dungeonbrowser

Beginnen möchte ich mit einem Thema, welches mich persönlich durchaus schon das ein oder andere Mal beschäftigt hat. Eines, welches für meinen WoW-Werdegang eine große Rolle spielt und beeinflusst hat, was aus mir außerhalb des Spiels und meinen Charakteren im Spiel geworden ist. Ich stelle folgende Frage in den Raum: Was wäre, wenn der Dungeonbrowser nie in World of Warcraft implementiert worden wäre? Was wäre, wenn es den Dungeonbrowser einfach nicht gäbe?

Immer wieder lese und höre ich, dass es „damals“ doch alles viel besser war. Dass „damals“ World of Warcraft noch Spaß gemacht habe, zu dem Zeitpunkt, als man sich seine Mitspieler alle noch selber zusammensuchen und zu allen Instanzen hinlaufen musste. „Damals“, als es den Dungeonbrowser noch nicht gab und viel mehr Wert auf soziales Miteinander gelegt wurde. „Damals“, als der Schlachtzugs- und Dungeonbrowser noch nicht das Spiel vergifteten und jeder Spieler den anderen kannte. Doch war das wirklich so?

Kolumne Dungeonbrowser

Hand in Hand mit Cross-Realm-Zonen

Zugegebenermaßen greifen hier ein paar Themen ineinander über. So kann man nämlich den Release des Dungeonbrowsers auch mit der Entwicklung der Cross-Realm-Zonen in Verbindung bringen. Ohne die Möglichkeit, Spieler recht einfach und schnell über ein Tool zu suchen, anstatt mit ihnen im Chat schreiben zu müssen, hätten die Servercommunities von „damals“ weiterleben müssen. Spieler hätten weiter spielen müssen, damit immer genügend vorhanden sind und sich Gruppen für sämtliche Inhalte im Spiel bilden könnten.

Leider war dies nicht der Fall. Viele Spieler hörten recht schnell nach Classic auch wieder auf. Der Grund? Bei vielen sah dieser wohl so aus: Schule beendet, Übergang zur Ausbildung, erste feste Freundin oder erster fester Freund, weniger Zeit für das Spiel und dadurch auch weniger Motivation, weiterzuzocken. Danach folgten dann Hochzeit, vielleicht das erste Kind, das erfolgreiche Studium und der Job in einer anderen Stadt. Für ein Spiel namens World of Warcraft war da kein Platz mehr.

Es wurden also immer weniger Leute in Azeroth gesichtet. Blizzard entschied sich, den Problemen, die damit einhergingen, entgegenzuwirken. Die serverübergreifenden Zonen wurden erstellt und auch die Gruppen für Dungeons wurden flexibler gestaltbar. Es war nicht immer möglich, nur mit Spielern vom eigenen Realm unterwegs zu sein. Besonders aus dem Grunde war es wichtig, dass dies ab Patch 3.3.0 möglich war, da immer mehr Dungeons zur Verfügung standen, aber immer weniger Spieler auf ein- und demselben Server unterwegs waren.

Die Evolution der Gruppensuche

Doch zurück zum Thema. Ich hatte bereits angesprochen, dass die damalige Anfangsgeneration von WoW-Spielern immer weniger Zeit hatte, als noch in den ersten paar Monaten oder vielleicht auch Jahren. Dadurch, dass World of Warcraft sowieso enorm viel Zeit in Anspruch nahm, waren zahlreiche Spieler sicherlich froh darum, dass nicht auch noch die Dungeonsuche nur über die Chat möglich war.

Erinnert euch mal zurück an die Zeit vor Patch 1.9.0 (Classic, Öffnung von Ahn’Qiraj)– Die Gruppensuche war nur im „LFG“-Chatkanal möglich und dann auch nur in den großen Städten. Dabei funktionierten die Chats nicht global. Das bedeutet, dass Spieler in Sturmwind auch nur mit Spielern schreiben konnten, die ebenfalls in Sturmwind waren. Dasselbe mit Orgrimmar oder anderen Städten. Mit dem Patch wurden die LFG- und Handels-Chats dann global zugänglich und Spieler aus Stormwind (damals war das noch toll) konnten auch mit welchen aus Ironforge (auch das war damals vor „Eisenschmiede“ noch toll!) schreiben.

Das war zwar ein Fortschritt, für niedrigstufige Helden aber immer noch ein Graus. Ihr musstet schließlich von eurem Level-Gebiet in die Hauptstadt, dort eine Gruppe für eine Levelinstanz suchen und wieder zurück zum Instanzeingang. Die Hinreise dauerte seine Zeit, das Suchen selber und die Rückreise ebenfalls. Patch 1.11 (Classic, Öffnung von Naxxramas) brachte dann erneut einen Fortschritt: die Kanäle wurden komplett global nutzbar und waren nicht nur an die Städte gebunden.

Kolumne Dungeonbrowser
 

Als Burning Crusade dann veröffentlicht wurde, überarbeitete Blizzard die Versammlungssteine vor den Dungeons. Ab diesem Zeitpunkt konntet ihr diese als Beschwörungssteine nutzen. Sämtliche Hexenmeister tätigten Freudensprünge! Ein neues Interface für das LFG-Tool ermöglichte die einfachere Findung von Mitspielern. In Wrath of the Lich King ging es dann noch eine Stufe weiter. Eine neue Kategorisierung von Klassen und Rollen machte es einfacher, die passende Gruppe zu finden. Man musste nicht länger erst einmal nachfragen, welche Rolle ein Spieler denn eigentlich einnahm.

In Cataclysm gab es dann zusätzlich die automatische Zuweisung für Schlachtzugsinstanzen. Noch einmal eine Erleichterung für Spieler, die neben den Dungeons auch nach Raids suchten. Schließlich hatte Blizzard die Schwierigkeitsgrade von normal auf heroisch ausgeweitet und dann den Schlachtzugsbrowser eingefügt. Eine Option für Spieler, die für die anderen Modi keine Zeit hatten. Wir erinnern uns an die Anfangszeiten von WoW: Viel Zeit investieren und kaum etwas sehen. Nun wurde das Ganze umgewandelt in „Weniger Zeit investieren, aber mehr vom Spiel sehen“. Sicherlich nicht die schlechteste Entscheidung.

Warum finde ich den Dungeonbrowser nun gut?

Ich habe immer in einer Gilde geraidet. Daher kenne ich etwaige Probleme mit zufälligen Gruppen nur von meinen Twinkcharakteren. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass die Möglichkeit, aus einem größeren Pool aus Bewerbern zu wählen, wesentlich angenehmer ist, als aus einem kleineren Pool an Mitspielern auf dem eigenen Server. Schließlich wurden es mit der Zeit und mit den Erweiterungen immer weniger Spieler, die auf den „alten“ Realms verweilten.

Ich weiß, dass es viele Spieler dort draußen gibt, die sich einen Spaß daraus machen, andere Spieler einzuladen und ohne ein Wort wieder zu kicken. Das ist mir auch schon passiert. Nur ich denke mir dann, dass diejenigen entweder einen wichtigen Grund dafür hatten (ja, ich weiß, dann könnte man wenigstens ein Wort schreiben) oder aber einfach nur „doofe Leute“ sind. Dasselbe geht übrigens auch andersrum: Spieler, die einer Gruppe beitreten und dann ohne ein Wort einfach wieder verlassen.

Dann such ich mir eine neue Gruppe, schreibe „Guten Abend“ in den Chat und freue mich auf neue Abenteuer. Oder man belächelt denjenigen, der einfach ging, sucht sich einen Ersatz und weiter geht’s. Es bringt doch nichts, sich über negative Erfahrungen aufzuregen.

Allgemein ist das „Suche nach Gruppe“-Tool (in meinen Augen) eine Bereicherung für das Spiel. Ich habe auf so vielen kleinen Realms gespielt und tue es jetzt gerade auch. Ich würde niemals in einem absehbaren Zeitfenster eine Dungeon- oder Schlachtzugsgruppe mit meinen Twinks finden, wenn die Gruppensuche weiterhin nur über den Chat und serverintern laufen würden. Dafür sind mittlerweile viel zu viele Spieler auf den großen Realms angesiedelt und viel zu wenige auf den niedrigbevölkerten.

Kolumne Dungeonbrowser
 

Vermutlich würden Spieler vor lauter Frust sogar mit dem Spiel aufhören, wenn sie keine Gruppen mehr finden würden. Gäbe es das Tool nicht, wäre es für kaum einen Spieler heute machbar, sich eine Gruppe mit zufälligen Mitspielern zu suchen. Die Spieler, die die Zeit dafür haben, gibt es immer. Aber es gibt durchaus auch immer mehr, die einfach nicht die Zeit für solch Aktionen besitzen und trotzdem gerne World of Warcraft und auch die instanzierten Inhalte spielen möchten.

Die WoW-Community hat sich geändert…

Ich gebe allen Spielern Recht, die sagen, dass die Community sich verändert hat. Dass alles viel schnell-lebiger geworden ist. Die Bindungen zwischen Spielern nicht mehr das ist, was sie mal war. Aber ich wage zu bezweifeln, dass es daran liegt, dass Blizzard es für so viele Spieler überhaupt möglich gemacht hat, das Spiel voll und ganz spielen zu können. Ich finde, es kommt immer auf die Spieler an.

Ich bin in einer Gilde, in der auf alle Mitspieler Acht gegeben wird. In der man fragt, ob jemand noch seine mythisch+ 10 Instanz für diese Woche braucht. Und dabei sind wir keine typische „familiäre“ Gilde, in der es nur um’s Chatten und Freundschaften geht. Wir raiden aktiv mythisch und das ist unser Hauptziel. Trotzdem ist man nett zueinander. Eine Gilde, in der man im Discord über dies und das redet. Dennoch sind wir froh, wenn wir „einfach so“ noch einen weiteren Mitspieler im LFG-Tool finden, anstatt nun stundenlang auf dem leeren Server, auf dem wir spielen, nach jemandem suchen zu müssen.

Schlussendlich denke ich, dass jeder Spieler etwas gelassener an das Spiel herangehen sollte. Es ist doch nur ein Spiel. Es bringt nichts, sich aufzuregen über doofe Leute. Es macht viel mehr Spaß, dann die passenden Mitspieler zu finden und mit denen etwas zu erleben 🙂

Tiggi

Nerdine, die ihr Hobby zum Beruf gemacht hat. Seit 2012 als Schreiberling für Blizzards Spiele unterwegs ♥ Hauptsächlich findet man mich in Azeroth, denn World of Warcraft begleitet mich bereits seit 14 Jahren.

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