WoW: Blizzard kündigt Handelsposten-Verfügbarkeit nach Mount-Aktion von Pringles an
Eine aktuelle Promotion zwischen Pringles und Blizzard sorgte am Wochenende für viel Frust in der World-of-Warcraft-Community. Im Rahmen einer realen Schnitzeljagd konnten Spieler ein exklusives Reittier – den Donnergratelekk – erhalten. Doch statt einer spannenden Community-Aktion entwickelte sich das Event schnell zu einem Chaos aus Scalping, Code-Verkäufen und enttäuschten Spielern.
Blizzard hat inzwischen auf die Situation reagiert und bestätigt: Das Mount wird vermutlich künftig für alle Spieler über den Handelsposten (Trading Post) verfügbar sein.
Pringles-Event mit nur 3000 Codes
Die Aktion war ursprünglich als Real-World-Quest gedacht. In sechs deutschen Städten wurden Säulen mit QR-Codes aufgestellt, die Spieler scannen konnten, um an der Promotion teilzunehmen. Nach dem Scan gelangte man auf eine Webseite mit einem kleinen Quiz – anschließend konnte man einen Code für das Mount erhalten.
Der Plan richtete sich hauptsächlich an Spieler aus Deutschland, die die Städte besuchen und die Codes vor Ort entdecken sollten.
Allerdings gab es zwei große Probleme:
- Die QR-Codes waren nicht zwingend nötig, da sie lediglich auf eine frei zugängliche Webseite führten
- Insgesamt standen nur 3000 Mount-Codes zur Verfügung
- Es gab keine Schutzmechanismen, die verhinderten, dass Nutzer mehrere Codes beanspruchen konnten
Da die Webseite schnell öffentlich geteilt wurde, konnten Spieler weltweit direkt darauf zugreifen – ohne jemals einen QR-Code gescannt zu haben. Das Ergebnis: Alle 3000 Codes waren innerhalb kürzester Zeit vergeben.
Scalper verkaufen Mount-Codes im Internet
Statt einer gemeinsamen Community-Aktion führte die starke Limitierung dazu, dass viele Nutzer mehrere Codes beanspruchten und anschließend weiterverkauften. Kurz nach dem Start der Promotion tauchten zahlreiche Angebote im Internet auf, bei denen der Donnergratelekk-Code für Geld verkauft wurde.
Während frühere regionale Promotions oft eine unbegrenzte Anzahl an Codes boten und Spieler sich gegenseitig halfen, führte die Limitierung diesmal zu einem deutlich negativeren Effekt:
Kooperation wurde durch Profitgier und Weiterverkauf ersetzt.
Blizzard: Promo-Mounts sollen später für alle erscheinen
Blizzard hat inzwischen auf die Kritik reagiert und eine wichtige Klarstellung veröffentlicht. Laut den Entwicklern ist es bereits seit der Einführung des Handelspostens (Trading Post) geplant, dass neue Promo-Mounts langfristig allen Spielern zugänglich gemacht werden.
Since the introduction of the Trading Post, we’ve considered each new promotional mount to be destined to eventually become available to players via the Trading Post. This allows us to first offer a new mount to a specific community, such as a single country, as a promotional item that has limited availability, and then later remove its ‘limited’ status altogether.
It is our plan with each new limited promotional mount to bring the mount to all players at a later date in the Trading Post, and if we deviate from that plan, we’ll let you know.
Die Strategie dahinter:
- Ein Mount erscheint zunächst als limitierte Promotion für eine bestimmte Community oder Region
- Zu einem späteren Zeitpunkt wird das Mount über den Handelsposten für alle Spieler verfügbar
Blizzard bestätigte zwar nicht offiziell, dass dieses Vorgehen auch für den Donnergratelekk gilt. Jedoch gehen wir stark davon aus, dass die Mitteilung sich eigentlich nur auf die Pringles-Aktion beziehen kann. Spieler, die bei dieser leer ausgegangen sind, werden das Mount also zukünftig über den Handelsposten erhalten können.
Sollte Blizzard einmal von dieser Strategie abweichen, will das Unternehmen die Community im Voraus informieren.
Pringles-Webseite vorübergehend geändert
Auch Pringles scheint die Probleme bemerkt zu haben. Die Promotion-Webseite zeigt aktuell eine neue Nachricht, in der von „Hackern“ und Scalpern die Rede ist, die das Event beeinflusst haben.
Die Aktion soll am 17. März erneut starten, allerdings ist bislang unklar, welche Änderungen vorgenommen werden, um ähnliche Probleme künftig zu verhindern.


